Die Schwarze Katze teilt und unterstützt das Soli-Statement der FAU Hamburg:
Solidarität mit der Roten Flora! – Freie Arbeiter*innen-Union Hamburg


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Ein Abend des Libertären Filmclubs, Beginn 20 Uhr

(Foto: Eugen Klagemann)
„Die Mörder sind unter uns“ ist der erste deutsche Spielfilm, der nach dem Krieg gedreht wurde, Er behandelt die Themen, die die damalige Zeit prägten: Schuld und Bestrafung, Verantwortung und Rechenschaft, Zerstörung und Wiederaufbau. Vor allem die Zerstörung ist im Film allgegenwärtig. „Die Mörder sind unter uns“ gilt als erster „Trümmerfilm“, eine Bezeichnung für Filme, die zwischen 1946 und 1948 gedreht wurden und die zerstörten Städte zum Thema hatten oder sie zumindest intensiv zeigten. „Deutschland im Jahre Null“ von Roberto Rossellini von 1947 ist ein weiteres Beispiel für diese Filme.
Ein Thema, das der Film ebenfalls anreißt, ist die Haltung, die viele Deutsche in der Nachkriegszeit an den Tag legten: die Verdrängung und das „Es muss doch irgendwie weitergehen“.
All diese Themen sind auch 80 Jahre später noch aktuell. Daher sollten wir an diesem „Tag der Befreiung“ vielleicht mal darüber reden.
„Die Mörder sind unter uns“
Deutschland (Sowjetische Zone) 1946
87 Minuten, s/w
R + B: Wolfgang Staudte
D: Hildegard Knef (Susanne Wallner)
Ernst Wilhelm Borchert (Dr. Hans Mertens)
Arno Paulsen (Ferdinand Brückner, Fabrikant und Hauptmann a.D.)
Filmabend, Freitag 27. Februar 2026, 20 Uhr

Die Geschichte der „DDR-Kinder“ von Namibia
Während des namibischen Unabhängigkeitskrieges schickte die sozialistische South-West Africa People’s Organisation (SWAPO) ab 1979 etwa 400 Kinder aus Namibia zur Erziehung in die DDR. Größtenteils waren es Waisen, deren Eltern im Kampf gegen Südafrika getötet worden waren, aber auch Kinder von SWAPO-Kadern. Ziel der Aktion war es, eine neue politische Elite heranzuziehen. 1990 wurde Namibia unabhängig. Gleichzeitig hörte die DDR auf zu existieren und die Kinder mussten „zurück“.
Sie kamen in ein Land, von dem sie nur sehr vage, klischeehafte Vorstellungen hatten und dessen Kultur und Tradition sie nicht kannten.
„Wir haben uns in der ehemaligen DDR damals angepasst, nach dem Lebensstil, nach der deutschen Kultur, nach der deutschen Tradition. Und dann plötzlich hieß es, man muss zurück.“
In der DDR waren sie Schwarze. Das waren sie später auch für die Weißen in Namibia. Doch für die schwarzen Namibier waren sie „Deutsche“.
Der Film handelt von der Suche nach einer eigenen Identität, einem Platz in der Gesellschaft und nach Heimat.
Bei der Vorführung wird auch ein ehemaliges „DDR-Kind“ anwesend sein und im Anschluss an den Film Fragen beantworten.
Omulaule heißt schwarz, D 2004, 66 Minuten
Autorinnen: Beatrice Möller; Nicola Hens; Susanne Radelhof
Filmabend am 23. Januar 2026, 20 Uhr

Ein Tag ohne Frauen. Der Frauenstreik in Island 1975
Originaltitel: The Day Iceland Stood Still
Heute gilt Island als einer der besten Orte der Welt, um eine Frau zu sein. Wenn es um die Gleichstellung der Geschlechter geht, zählt die Inselrepublik zu den fortschrittlichsten Ländern der Erde. Das war nicht immer so. Der Grundstein für diesen politischen Fortschritt wurde 1975 durch einen landesweiten Frauenstreik gelegt. An jenem Freitag nahmen 90 Prozent der isländischen Frauen einen Tag frei und legten das öffentliche Leben lahm.
Im Film kommen damalige Aktivistinnen zu Wort. 50 Jahre nach dem historischen Ereignis vom 24. Oktober 1975 erzählen die Zeitzeuginnen die Geschehnisse aus ihrer persönlichen Perspektive. Sie berichten über die Organisation des Streiks und darüber, wie es ihnen gelang Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten für den Protest zu gewinnen. Ergänzt werden die Stellungnahmen durch Trickfilmsequenzen und durch Dokumentarmaterial aus den 70er Jahren.
Ein Dokumentarfilm von Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir
Island und USA (2024), 70 Min.
Winterflohmarkt mit Plakatverkauf, Merch, Glühwein (auch alkoholfrei), …
Samstag, 13. Dezember, ab 13:12


FREITAG, 28. November, 20 Uhr
HANDLUNG:
Als die Arbeiterinnen einer nordfranzösischen Textilfabrik eines Morgens zur Arbeit kommen, stellen sie fest, dass die gesamte Produktion heimlich abgebaut und verlagert wurde Plötzlich ohne Job hat eine der Frauen, Louise, genug von der Ungerechtigkeit. Sie schlägt vor, mit der geringen Abfindung, die sie erhalten, einen Auftragskiller zu engagieren, der den verantwortlichen Fabrikbesitzer umbringen soll.
Die Wahl fällt auf den etwas unbeholfenen Michel, der vorgibt, ein Profikiller zu sein, aber tatsächlich wenig Ahnung von diesem Gewerbe hat. Gemeinsam machen sie sich auf die absurd-komische Suche nach dem Verantwortlichen. Dabei geht die Reise vom örtlichen Chef bis hin zu immer höheren Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft.
EINORDNUNG:
Der Film ist eine Satire über Kapitalismus, Entfremdung und soziale Ungleichheit. Er zeichnet sich durch trockenen Humor, lakonischen Stil und absurde Szenen aus. Der Originaltitel „Louise-Michel“ bezieht sich auf die französische Revolutionärin Louise Michel, welcher der Film auch gewidmet ist. Weitere Anspielungen in diese Richtung bieten auch die Szenen in der Wohnung von Miros Eltern, gedreht im Familistère in Guise, einem vom Fabrikanten und utopischen Sozialisten Godin im 19. Jahrhundert erbauten Gebäudekomplex.
„Louise Hires a Contract Killer“ (OT: „Louise-Michel“)
Frankreich, 2008; 94 Minuten
Sundance Film Festival 2009: Spezialpreis der Jury, Festival de San Sébastian 2008: Bestes Drehbuch
24. Januar, 19:30
Einlass und Vokü ab 18:30

Der Libertäre Filmclub zeigt:
UdSSR 1965, Regie: Michail Romm, Länge 128 Minuten
In seinem Dokumentarfilm „Der gewöhnliche Faschismus“ geht Dokumentarfilmer Michail Romm der Frage nach: Wie werden völlig gewöhnliche Menschen plötzlich, quasi über Nacht, zu Faschisten?
Anhand von Filmmaterial der NS-Zeit analysiert Romm den Einfluss der faschistischen Ideologie auf die menschliche Psyche. Am Ende steht seiner Logik folgend ein Ausblick auf den aktuellen Faschismus der 60er Jahre.
Wegen der Länge des Films beginnen wir 30 Minuten früher als gewohnt.
Donnerstag, 19. Dezember, 20 Uhr

Anlässlich des 130. Geburtstag von Paul Dessau:
Geboten werden Musiken des gebürtigen Hamburgers und Information über ihn. Außerdem gibt es Musiken seiner kommunistischen Kollegen, die, wie er selbst, Brecht-Texte vertont haben und einige Vertonungen von Texten Erich Mühsams.
von Akonoru Fakoum